11/2015 - Meine Touren - Bonsaigarten

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Gardasee 2015 Herbst

Herausgegeben von in Europaweit ·
Tags: 31.10.2015

Am Freitag den 30.oktober reiste mein Sohn von Berlin an, übernachtete bei mir, damit wir am Samstag dann schon zeitig losfahren können.

Anreise am Samstag den 31.10.2015


06:00 Uhr aufstehen, im Bad kurz frisch machen und danach erst mal Kaffee und Frühstück, Plan 07:00 Uhr abfahrt. Naja es zog sich mal wieder etwas und so war es dann doch schon 07:25 bei 6 Grad  als wir los fuhren. Kalkulierte 640km mit ca. 200km Autobahnanteil sollten es werden, der Tag ist kurz und die erste halbe Stunde Tageslicht schon weg. Also gaben wir Gas und fegten durch Franken bis nach Weiden in der Oberpfalz. Die Sonne kam langsam über die Hügel und der Morgennebel lag über den Feldern, ein herrlicher Herbstmorgen.
Bei Weiden fuhren wir dann auf die A93 und zogen nach Süden runter bis hinter Regensburg wo wir in der nähe von Siegenburg die Autobahn wieder verließen. Leider wurde es mal wieder auf der A93 ziemlich ekelig, die Temperatur fiel bis auf 2 Grad runter und es war Neblig. Irgendwie scheint das zwischen Weiden und Regensburg so ein Eiskeller und Nebelkeller zu sein, das Problem hatte ich letztes Jahr ja auch schon. Nun sollte es über Landshut, Erdingen, Ebersberg, Feldkirchen zum Tegernsee gehen. Schönen großen Bogen um München machen um dort nicht wieder im Verkehr stecken zu bleiben. Der Nebel war zwar weg, aber trotzdem hing über ganz Südbayern eine Graue Wand wo kein Sonnenlicht durch kam. So langsam zweifelten wir an der Wetterprognose, doch ich war einigermaßen Entspannt, letztes Jahr klarte es ab Tegernsee auf. Moosburg an der Isar hielten wir dann an der selben Tanke wie ich schon letztes Jahr, Toilette, Tanken und Kaffee trinken.
Es war jetzt 09:30 Uhr, theoretisch sind wir in einer Stunde am Tegernsee vorbei und auf dem Achenpass. Doch es kam ganz anders, vor dem Tegernsee war eine Strasse voll gesperrt, die Umleitung hoffnungslos verstopft und das vordrängeln aufgrund der unübersichtlichen Lage extrem schwierig, so verloren wir sehr viel Zeit hier. Doch dann passierten wir endlich den Tegernsee, der Verkehr wurde ruhig und wenig und es ging  hoch zum Achenpass. Und auch das Wetter klarte auf, die Sonne war da, die Temperaturen stiegen. Am Grenzübergang kauften wir ein 10 Tages Pickerl und dann ging es weiter zum Achensee und runter nach Jenbach im Inntal.



Dort auf die Autobahn und weiter zum Brenner hoch, doch wir entschlossen uns die extra Maut für die Europbrücke zu sparen und fuhren bei Innsbruck Süd ab um der B182 auf den Brenner zu folgen. Hier ging es aber nicht so recht voran, viel Verkehr, Kalt und Nasse strassen ließen uns auch Vorsicht walten. Je höher wir zum Brenner kamen, desto besser wurde das Wetter wieder. Wenige Kilometer vor der Grenze stoppten wir noch mal und machten die Moppeds voll. Da wir jetzt schon sehr viel Zeit verloren hatten, verzichteten wir auf einen richtigen Mittagsstop, gibt Abends genug zu futtern.
Nun ging es direkt runter nach Vipiteno und wir Abbogen um die Auffahrt zum Penser Joch zu nehmen, der erste richtig große Pass der Tour. Das Pass Schild flog an mir vorbei und ich sah nur irgendwie einen großen Roten Balken in Rot „Closed“ – arghh – wie jetzt – da flog schon das nächste Schild an – ich bremste und sah wieder den Roten Balken „Closed“. Der Springt einem aber auch gleich ins Auge un dann erspähte ich den Hinweis „Aperto 07:00 – 20:00“ *yeah* – also Rauf auf das Penserjoch.






Runter vom Penserjoch ging es durch Bozen und dann weiter zum Mendelpass. Hinter dem Mendelpass machten wir einen Kaffee Stop.



Weiter am Lago Molveno über Kurvige Strassen vorbei über Villa Banane nach Sarche und dann die SS45bis hoch nach Padergnone. Um 17:30 Uhr erreichten wir nach ganze 9 Stunden reiner Fahrzeit das Hotel und fragten nach Zimmer, die natürlich noch Verfügbar waren. 35 EUR inkl. Frühstück ist ein guter Kurs und wir checkten ein. Zimmer beziehen, frisch machen und das erste Bier trinken. Zu 19 Uhr ging wir dann rüber in die Pizzeria, ich wollte endlich mal wieder eine richtige Mafia Torte essen und wir ließen es uns richtig gut gehen.




Sonntag,

der Tag könnte schlechter Starten, es ist 07:00 Uhr morgen, das Thermometer zeigt lockere 8 Grad die Sonne kommt langsam über die großen Berge und will das Tal langsam erhellen.


Ab zum Frühstück , die Tage sind kurz, da will man früh los. Nach dem ausgiebigen Frühstück waren wir dann um 08:15 auf dem Motorrad und fuhren los. Wir fanden eine kleine Tankstelle und so machte ich erstmal seine 650er GS fast voll und Mario bekam auch noch 3 Liter von unserem Geldschein ab Denn leider leider, nahm dieser Tankautomat (mal wieder) weder Deutsche Kreditkarte noch EC/Majestro Card. Das nervt mittlerweile gewaltig in Italien das man am Sonntag die Moppeten nicht sauber vollgetankt bekommt. Nungut, es wird schon noch eine Tanke kommen die mal Karten nimmt. Also weiter an der Burg vorbei

und an Obstfeldern vorbei


zum Ledrosee:



Wir folgten weiter der SS240 die sich wunderbar durch ein schmales Tal schlengelt , dabei passierten wir die Westrampe des Tremalzopasses. Nun gut, für den braucht man eh eine Sondergenehmigung also weiter und lieber beim Wasserfall noch mal ein Foto gemacht


Über Storo ging es weiter an den Idro See bis nach Anfo. Ein Ort weiter in Lavenone zeigte mein Navi eine Tankstelle, also hin zu der und yeah die nimmt Deutsche Kreditkarten und wir konnten endlich die Moppeten rand voll füllen. Gleichzeitig noch Geld am Bankautomaten gezogen und einen Kaffee stop eingelegt. Da das Wetter so gut war, unsere Laune so gut war, entschlossen wir uns Offroad über den Passo del Mare und Passo Dosso Alto zur Spitze des Passo Maniva rüber zu fahren und dort zu entscheiden wie wir machen. Also zurück nach Anfo und die kleine Auffahrtrampe gesucht und auch gefunden. Schon wenige Meter später hat man einen Tollen ausblick auf den Idro See.Doch wir fuhren erst mal weiter und bevor wir über die erste Spitze verschwanden machte ich zwei Fotos



Auf dem ersten seht Ihr wie sich die Strasse in den Berg schlängelt und auf dem anderen der letzte Blick auf den Idrosee. wir passierten somit den del Mare und fuhren weiter zum Dosso Alto, ich murmelte schon was von „och das ist ja alles gar nicht schlimm“ Stimmt bis hierhin war ja auch noch Teer (wenn auch nicht der beste). Doch nun ging es dann mal auf groben Schotter weiter.



Auch diese Passage meisterten wir und so wurde es auch weider geteert und wir wurden dafür mit tollen ausblicken belohnt. Der Ausblick von diesen Beiden Pässen ist einfach nur Spitze und sie sind extrem leer weil fast keiner dort lang fährt. Auf der Spitze des Dosso Alto begrüsst einen dann auch wieder klein geteerte Strassen.



Um nach der nächsten Kurve schon das Gasthaus auf dem Maniva Pass zu erhaschen



Nu erreichten wir also die Manvia Passspitze ohne den Maniva Pass gefahren zu sein. Wir debattierten die Möglichkeiten und entschlossen uns weiter zu fahren. Einfach den Maniva liegen lassen und noch weiter zu fahren zum  Goletto delle Crocette zu fahren. Der erstmal mit Toller Aussicht und geteerten Strassen daher kommt.



Dann aber auch wieder Offroad wird um dann auf den Giogo della Bala zu enden der eigentlich nur noch Offroad bezeichnet werden kann. Und wir reden jetzt nicht mehr von a bisserl schotter ;-) Irgendwie haben wir es dabei völlig versäumt Bilder zu machen, wir waren viel zu sehr mit dem Ausblick, der Strecke und den Motorrädern beschäftigt. Zumindest erreichten wir am ende damit die Passspitze des Crocedomini.



Von dort ging es über den Goletto di Cadino und Goletto Gaver (nicht zu verwechseln mit dem Gavia Pass) in einer Schleife zurück nach Anfo. Unterwegs dann mal wieder ein gemütlicher Kaffeestop.


Als wir in Anfo ankamen und weiter zum Valvestino wollten entdeckten wir ein Restaurant mit Seeterasse wo wir uns eine schöne MIttagspasta gönnten. Anschließend beschlossen wir die Fähre über den Gardasee und Monte Baldo heute auszulassen, dazu hat die Offroad Runde zu viel Zeit gekostet. Also ging es über die SP58 und SP9 herrlich Kurvig am Valvestino Staudamm vorbei. Um dann endlich den Blick auf den Gardasee zu erhaschen.



Von hier ging es die Uferstrasse des Gardasees nach Riva del Garda und dann weiter auf Torbole zu. Vor Torbole entdeckten wir Waschboxen und so spülten wir erstmal den ganzen Dreck von unserer Offroad Strecke heute von den Moppeten um dann über die 420 und 45bis nach Padergnone zum Hotel zu kommen. Oberhalb von Torbole hat man einen tollen Ausblick auf den Gardasee aber mit entgegenstehender Sonne machte das kein Sinn. Abends besuchten wir noch mal die Pizzeria gegenüber.

Montag

07:00 Uhr wieder Frühstück und gegen 08:00 waren wir wieder auf dem Motorrad. Also los wieder nach Torbole, die Sonne müsste jetzt korrekt stehen und so hatten wir einen Wunderschönen ausblick über Torbole und den Gardasee.


Weiter nach Nago-Torbole wo wir an einer Tankstelle erst mal wieder die Tanks voll machten um dann den Lago Loppio zu Passieren und bei Bresagne die SP3 zu nehmen die uns direkt auf den Monte Baldo bringt. Auch bekannt als Monte Baldo höhenstrasse, Ein schönes Stück Strasse


Dann gibt es ein Caffee an dem viele vorbeifahren – schade eigentlich – hier hat man einen Fantastischen ausblick.


Dann probierten wir nach Avio abzufahren, doch nach einigen Kurven mussten wir umdrehen, die Seite liegt so im Schatten das es hier rutschig bis glatt war. Dazu kam es stand was von einer Sperre dran und wir waren nicht sicher ob es dran vorbei geht, wir müssten also ggf. das ganze wieder zurück. Also umdisponieren, und so fhren wir komplett die Strecke zurück bis Bresagne Um von dort die Sp2 vor Rovereto zu erwischen die uns traumhaft nach Folgaria führte



Weiter ging es auf den Passo del Sommo von Folgaria aus zum Passo di Vezzena. Beide Pässe mit einer tollen Strasse, tollen Kurven keinen Spitzkehren. Da entdecken wir ein Restaurant mit Terasse in der Sonne direkt am Marktplatz. Also Mittagsstop eingelegt:





Unterhalb der Passpitze des Vezzena geht dann die Kaiserjägerstraße ab, die wir als nächstes unter die Räder nahmen.


Von hier ging es direkt nach Trento um auf der anderen Seite die SP85 über den Monte Bondone zu erreichen. Ebenfalls ein schönes Stück Strasse mit toller Aussicht. So rollten wir um kurz nach 16 Uhr am Hotel vorbei und beschlossen noch nebenan zu einer Grappa Distille zu fahren.




Wir testeten einige Grappa und kauften dann schliesslich auch jeweils eine Flasche. Dann ging es noch kurz nach Sarche zur Tankstelle um für die Rückfahrt morgen gerüstet zu sein. Zurück im Hotel haben wir dieses mal dort das Abendmenü genossen was ebenfalls sehr gut war.
Dienstag

Etwas früher aufstehen, schon alles vorgepackt, schnell zum Frühstück und um 07:30 waren wir schon auf den Motorrädern für die Rückreise. Mein Garmin ärgerte mich mal wieder, er lud zwar beide Routen, doch wenn man auf Start drückte passierte -> NIX  … keine Navigation, als hätte man nichts gemacht. Zum Glück, wie immer , lies uns das Navigon nicht im Stich und tat brav seinen Dienst. Bei solch einer langen Abfahrt mag ich gar nicht Spontan fahren, das geht eigentlich immer Schief. So fuhren wir also wieder zum Lago Molveno Die Strassen waren dieses mal trocken aber die Temperatur fiel dafür auf 0 Grad runter. Irgendwo bei Fondo kamen wir endlich auf die Sonnenseite und wir machten einen Pausenstop an einer Apfelplantage.



Ich holte das Tablet raus, startete Basecamp, schloss das Garmin an, bearbeitete die Route (Startpunkt und Endpunkt gelöscht und neu erstellt, route neu berechnet) und siehe da nun wollte auch Garmin. Ist ja nicht das erste mal wo ich die Route noch mal erstellen muss damit es funktioniert. Bisher wurde ich davon auf Urlaubstouren aber verschont.

So ging es weiter zum Gampenpass



an dessen Fusse wir ein Restaurant mir Sonnenterasse entdeckten und somit einen Kaffeestop einlegten.


Untern in Lana ging es weiter nach Meran um der SS44 zur Auffahrt Timmelsjoch und Jaufenpass zu folgen. Die Strasse schlängelt sich schön durch das Tal ab Meran, das macht echt Laune Timmelsjoch, Sölden, Walchensee hatten wir gestrichen weil laut http://www.alpen-journal.de/alpenservice/alpenpaesse.html das Timmelsjoch schon Wintersperre hätte. Tja am Abzweig teilt sich die Strasse links Timmelsjoch, Rechts Jaufenpass und was steht dran ? Beide „offen“ – also auch auf das Alpen-Journal ist kein verlass mehr. Zu seinem Schutze muss man sagen, Timmelsjoch wollte wirklich am 03.11. zu machen, hat am 03.11. sich aber umentschieden. So folgten wir unserer Route über den Jaufenpass. Von der Seite anfahren macht meines erachtens am meisten Spass. Und so genossen wir diesen quasi letzten Pass der Route und ich machte unterhalb der Passspitze noch ein paar Fotos.







Auch in Kalch bei der Abfahrt hatte alles zu doch unten in Gassteig gleich am ersten Kreisverkehr hatte etwas offen und wir machten hier unseren Mittagsstop.



Danach weiter nach Vipiteno und rauf zum Brenner ohne Autobahn und in Österreich ohne Autobahn wieder runter bis Innsbruck süd. Nun folgte die Anfahrtstour umgekehrt. Ab auf die Autobahn, in Jenbach wieder runter und weiter rauf zum Achensee. Oben in Maurach machten wir die Mopped noch mit günstigem Sprit voll. Und dann ging es am Achensee, Achenpass vorbei zum Tegernsee. Wir umfuhren wieder München und mussten umdisponieren weil auf der B320 gar nichts mehr ging. Das kostete alles mal wieder viel Zeit, zeit die wir eigentlich nicht hatten So waren wir gegen 17 Uhr bei  Ebersberg und ich fand dort ein Günstiges Hotel. Wir nahmen uns also dort Zimmer und wir Motorradfreunde in Ebersberg haben riefen wir sie an und man traf sich beim Griechen zum Abendessen und Schnacken War ein schöner Abend zum Abschluss. Der Tag waren übrigens 406 km.

Mittwoch

Die Nacht war solala – die Lüfter im Badezimmer  liefen in einer Tour durch. Zum Frühstück gab es dann nur Filterkaffee, Capuccino Maschine wäre kaputt. Rührei kamen sie auch nicht hinterher und einen schönen Schinken gab es auch nicht. Okay, das ist Jammern auf Hohen Niveau ;-) Nach dem Frühstück ging es dann auch gleich los und hier gibt es nicht mehr viel zu erzählen Über Erdingen steuerten wir wieder Siegburg über Landstrassen an und trennten uns dann an der A93 auffahrt. Ich fuhr die A93 durch bis Weiden da runter, und Mario fuhr bis Kreuz Hochfranken, nahm die B2 als Abkürzung nach Schleiz, von dort auf die A9 bis Coswig um dann über Land nach Berlin zu fahren 16:00 Uhr trudelte ich nach knapp 620km zu Hause wieder ein.
Gefahrene Km für mich 1800.









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